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Courage - der Name soll Programm sein und das besondere Profil des Verbandes kennzeichnen: überparteilich und international, solidarisch und demokratisch – ein Zusammenschluss von Frauen jeden Alters und jeder Tätigkeit. 
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Frauen und Bundeswehr? Ministerin von der Leyen will keine „militärische Zurückhaltung“ mehr! PDF Drucken E-Mail

Quelle: www.flickr.comAls erste weibliche Verteidigungsministerin schlägt Frau von der Leyen sanfte wie aggressive Töne an. Kaum im Amt, will sie die Bundeswehr „familienfreundlicher“ gestalten. Schließlich gibt es dort große Unzufriedenheit und mehr Beschwerden von Soldat/innen als je zuvor.
„Nur noch 57% der Soldatinnen würden sich heute wieder für den Militärberuf entscheiden (2005: 66%). 24% der Frauen würden den Dienst gern vor Ablauf quittieren, mehr als doppelt soviel wie in der vorhergehenden Studie (11%). Nur 51,3% der Soldatinnen finden, dass ihr Beruf mit der Familie vereinbar ist. Hinzu kommt Sexismus: Von derben Witzen in ihrer Gegenwart berichten 48% der Soldatinnen. Rund ein Viertel gab an, dass sie mit pornografischen Darstellungen konfrontiert wurde. Vergewaltigungen haben 3% erlebt, hochgerechnet auf die 18.500 Frauen, die derzeit in der Armee Dienst tun, mehr als 500 Fälle. Die Bundeswehr bildet auch Minderjährige an der Waffe aus und hat in den vergangenen drei Jahren mehr als 3.000 minderjährige Jugendliche rekrutiert.“ (WZ 25.1.14)
Es ist absolut zu verurteilen, wie Soldatinnen in der Bundeswehr behandelt, sexistisch attackiert oder sogar vergewaltigt werden.

Mit ihrem Gerede vom frauen- und familienfreundlichen „attraktiven Arbeitgeber“ versucht Frau von der Leyen das Image der Bundeswehr aufzupolieren und ihren wahren Charakter zu verschleiern und zu verharmlosen.
Diese Armee ist kein x-beliebiger Familienbetrieb, sondern ein (Kriegs-)Instrument der Herrschenden zur Umsetzung ihrer Machtansprüche und politischen Interessen, zur Sicherung des ungehinderten Zugangs zu den „Quellen des guten Lebens“ (Regierungserklärung, A. Merkel), zu Rohstoffen, Märkten und Einflussgebieten  – oder was sonst sollen deutsche Soldaten in Afghanistan oder Mali „verteidigen“?
In Interviews mit ZDF, ARD und Spiegel enthüllt die Ministerin dann ihre tieferen Absichten: Deutschland werde sich künftig stärker auch militärisch weltweit engagieren müssen im Rahmen seiner Bündnisse . Originalton : "Europa kommt im Spiel der globalen Kräfte nicht voran, wenn die einen sich immer dezent zurückhalten, wenn es um militärische Einsätze geht, und die anderen unabgestimmt nach vorne stürmen." (Spiegel, 26.1.14)
Klare Worte – aber nicht in unserem Sinne. Waffenlieferungen an reaktionäre Regimes (besonders aus Deutschland) sind genau so wenig „humanitär“ wie direkte militärische Einsätze: Die Völker der Welt sollen über ihre Zukunft selbst bestimmen, ohne Besatzung und Einmischung fremder Truppen.
Die Verpflichtung bei der Bundeswehr ist weder für Jugendliche eine sinnvolle Perspektive, noch für Frauen der Gipfel der Gleichberechtigung: Wir brauchen kein gleiches Recht zum Töten, Unterdrücken und Zerstören! Wir wollen nicht, dass unsere Söhne und Töchter ihren Kopf hinhalten für imperialistische Interessen!
Deshalb engagiert sich Courage für die Befreiung der Frau, ein Leben frei von Ausbeutung und Unterdrückung und für Frieden und Völkerfreundschaft!

Linda Weißgerber (Courage-Wuppertal), Bernadette Leidinger-Beierle (Courage-Bundesvorstand)

Wer wissen will, wer und mit welchen Mittel und Methoden die „Quellen des guten Lebens“ erschliesst und welche Folgen das für die Menschen der rohstoffreichen Regionen hat, der findet hier mehr Informationen

 

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