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Courage - der Name soll Programm sein und das besondere Profil des Verbandes kennzeichnen: überparteilich und international, solidarisch und demokratisch – ein Zusammenschluss von Frauen jeden Alters und jeder Tätigkeit. 
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1. Mai 2014: Mit Courage und Frauenpower auf die Straße! PDF Drucken E-Mail
alt25.4.14

Seit 124 Jahren geht am 1. Mai weltweit die Arbeiterbewegung auf die Straße  – und mit ihr  die kämpferische Frauenbewegung. Und das aus gutem Grund. Wir Couragefrauen treten mit den Frauen der Welt ein für Löhne,  von denen wir in Würde und als Frau selbstständig leben können, gegen Entlassungen und Arbeitslosigkeit, gegen die anhaltende Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen, gegen Mobbing und sexistische Anmache am Arbeitsplatz. Seit jeher vertreten ist am 1. Mai die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung. Aktuell bewegt uns  die zunehmende Zerstörung der natürlichen Umwelt und die Kriegsgefahr zwischen Russland und der EU/USA.

Tretet mit Courage am 1. Mai ein für die Zukunftsinteressen der Menschheit!
„Wir wollen eine menschenwürdige, gerechte Gesellschaft ohne Unterdrückung und Ausbeutung von Mensch und Natur, in der die Befreiung der Frau Wirklichkeit wird – eine Zukunft, in der wir unser ganzes Leben und unsere Geschicke selber in die Hand nehmen, in der unsere Meinung und Interessen geachtet werden.“ (Courage-Programm)
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Tragt Frauenpower in die Aktivitäten zum 1. Mai 2014 - Aufruf der Europakoordinatorinnen der Weltfrauen
Eine Regierung mit vielen Frauen ist noch keine Regierung im Interesse der Frauen
In Deutschland haben wir seit Januar eine Regierung mit hohem Frauenanteil auf der Grundlage eines 187-seitigen Koalitionsvertrags, der frauenpolitisch das Papier nicht wert ist, auf dem er gedruckt ist. Viel Lärm um fast nichts, das kennzeichnet die viel beschworene Frauen- und Familienfreundlichkeit der großen Koaltion. So wird die Erhöhung der Rentenpunkte von einem auf zwei Punkte für Erziehungszeiten von vor 1992 geborenen Kindern (ab 1992 gibt es 3 Rentenpunkte) zur „Mütterrente“ aufgebauscht. Maximal 28 Euro pro Kind bringt das an zusätzlicher Rente im Monat. Frauen, die keinen Anspruch auf Altersrente haben und/oder von Grundsicherung leben müssen gehen leer aus. Ein grandioser Beitrag zur Bekämpfung der Altersarmut – genauso wie die abschlagsfreie Rente ab 63 Jahren – welche Frau bringt schon die dafür erforderlichen 45 Beitragsjahre zusammen?
Zur Abschaffung der in Deutschland europaweit höchsten „Entgeltungleichheit“ - kein Sterbenswörtchen. Der beschlossene Mindestlohn, der kaum die Existenz sichert und zahlreiche Ausnahmen erlaubt – wie bei den Auszubildenden, trägt dazu sicher nicht bei.  Er mindert auch nicht Existenzunsicherheit, die zunehmend das Berufslebens junger Frauen und Männer bestimmt mit befristeten Jobs, Niedriglöhnen und Leiharbeit. Und dann kommt Frau von der Leyen und bietet „familienfreundliche“ und qualifizierte „Jobs“ bei der Bundeswehr an, einer Truppe, die nach ihrer eigenen Forderung verstärkt militärisch in aller Welt eingreifen soll, um die Ausbeutung von Rohstoffen, die Eroberung von Märkten und strategischen Einflußgebieten abzusichern.  
"Die Zeit ist reif für eine neue Qualität bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“, erklärte am 7. April  Bundesfamilienministerin Schwesig. Maßnahmen, Frauen tatsächlich bei der Kindererziehung, der Pflege der alten Eltern, der übrigen Haus- und Sorgearbeit zu entlasten, werden nicht diskutiert. Frau Schwesig setzt auf die „partnerschaftliche“ Teilung der Verantwortung: „Wenn Männer mehr Zeit für Familie haben, können Frauen ihre Arbeitsstundenzahl erhöhen. Davon profitiert auch die Wirtschaft. „ (Zitate aus PM BMFSFJ, 7.4.14)
Klar – solange das Ganze in der Familie bleibt und kein Geld kostet. Wir brauchen eine flächendeckende, gute Kinderbetreuung, Ganztagsschulen, ein kostenloses und gesundes Schulessen, eine menschenwürdige Altenpfege, eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich – das kann nur auf Kosten der Profite durchgesetzt werden. Und dafür brauchen wir den gemeinsamen kämpferischen Einsatz von Arbeiter- und Frauenbewegung. Die Verdi-Kämpferinnen aus den KITAS und Altenheimen quer durch die Republik  hatten in der Tarifrunde 2014  klare Forderungen: Löhne, die zum Leben reichen. Nicht nur zum Sterben.
Schreiben wir am 1. Mai  auf unsere  Schilder oder rufen wir aus:
30 Stunden sind genug! Bei vollem Lohn – sonst ist´s Betrug
10 € Mindestlohn – alles andre ist ein Hohn
Die Armut steigt – der Reichtum auch. Machen wir Schluss mit diesem Brauch
Mutter Erde stirbt für Profit – das machen wir nicht länger mit!
Frauen sind – ganz ohne Frage - weder Sexobjekt noch Ware! Nein zu Sexismus, sexueller Ausbeutung und Gewalt!


Die Zeit ist reif: Stärkt den Frauenverband Courage – werdet Mitgliedsfrau!
Wir  tragen unsere Forderungen selbstbewusst auf die Strasse! Wir lernen selber durchblicken und lassen uns nicht mit hübschen Formulierungen belügen!
Dazu holen wir uns Unterstützung bei Fragen, die wir allein nicht lösen können.
Oder wenn wir mal wieder nicht wissen, wie wir alles unter einen Hut kriegen sollen.
Wir wenden unsere demokratische Streitkultur an, weil wir wissen: der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht.
Das alles zeichnet den Frauenverband Courage aus mit seinen vier Säulen: kämpferische Interessenvertretung, Bildung und Beratung, gegenseitige Hilfe, Kultur und Feiern und mit seinem Anspruch breiter Demokratie, Überparteilichkeit, finanzieller Unabhängigkeit und internationaler Solidarität.
Wir rufen euch auf:  reißt  Hürden in den Köpfen ein, die wehrlos machen und packt mit an!
Wir versprechen euch: es gibt kein erfüllteres Leben als der Einsatz zur wirklichen Befreiung der Frau!


 

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