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Courage - der Name soll Programm sein und das besondere Profil des Verbandes kennzeichnen: überparteilich und international, solidarisch und demokratisch – ein Zusammenschluss von Frauen jeden Alters und jeder Tätigkeit. 
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Sexismus und faschistoide Tendenzen bei der Bundeswehr haben System! PDF Drucken E-Mail
Pressemitteilung/Erklärung

Der Frauenverband Courage e.V. protestiert entschieden gegen den jüngst bekannt gewordenen Skandal der Bundeswehr und die Verharmlosung sexistischer und faschistoider Vorfälle bei der Bundeswehr durch Medien und Politik!
Erneute skandalöse Vorfälle bei der Bundeswehr, diesmal bei der sogenannten „Elitetruppe“ KSK (Kommando Spezialkräfte): 60 KSK-Soldaten auf einer Schießanlage bei Stuttgart, Lagerfeuer. Abschiedsfeier für KSK-Oberstleutnant Pascal D. Es läuft Musik der rechtsextremen Gruppe „Sturmwehr“, die Soldaten grölen mit und zeigen mehrfach den Hitlergruß.
Eine junge Frau mit Decknamen „Anna“ berichtete gegenüber dem Magazin „Panorama“ als mutige Whistleblowerin von dem widerwärtigen Abend. Sie sollte bei der Abschiedsfeier für den scheidenden Oberstleutnant der „Hauptpreis“ eines martialischen Parcours u.a. mit Werfen blutiger Schweineköpfe für den Kompaniechef sein. „Anna“ protestierte schon auf der Feier gegen die faschistischen Symbole und wandte sich anschließend an die Medien.
Spätestens seit der Aufdeckung des rechtsextremen Netzwerkes um Franco A. ist klar, dass faschistoide Tendenzen bei der Bundeswehr keine Entgleisungen Einzelner sind, sondern strukturell gefördert und verdeckt werden. Kein Wunder, hat doch die Bundeswehr nie mit der Tradition der faschistischen Wehrmacht gebrochen. Genauso kommen immer wieder Fälle von sexueller Erniedrigung, Nötigung und Diskriminierung in der „Truppe“ ans Licht.
Es ist zu begrüßen, wenn jetzt die Staatsanwaltschaft Tübingen Ermittlungen einleitet. Und auch, dass kritische Medien diesen Vorfall an das Licht der Öffentlichkeit bringen. Zugleich wird aber der Sexismus in der Bundeswehr völlig bagatellisiert und als normal dargestellt! „Anna“ wurde als Sex-Spielzeug für den Kompaniechef zur Feier bestellt. Sie wurde ihm wie ein Stück Fleisch präsentiert, von Soldaten um das Lagerfeuer herumgetragen. Angeblich alles freiwillig.
Und laut dem Wehrbeauftragten des Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD) auch völlig normal: „Besondere Vorkommnisse gibt es in diesem Riesenapparat Bundeswehr regelmäßig. Das muss niemanden überraschen: vom Griff in die Kasse über eine Hanfplantage in der Kaserne bis zur sexuellen Belästigung, irgendwas ist immer.“1
Die oberste Chefin der Bundeswehr, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) fällt nichts Besseres ein als die Vorgänge als „geschmacklos“ herunter zu spielen. Ansonsten fordert sie unverdrossen eine bessere Ausrüstung, mehr Geld und mehr gesellschaftliche Anerkennung für die Bundeswehr. Was ist anerkennenswert daran, wenn eine Armee unter der heuchlerischen Flagge von „mehr Verantwortung“2 in 14 Ländern stationiert und an Kriegseinsätzen beteiligt ist? Wenn faschistoide Strukturen und Sexismus, Mobbing, sexuelle Belästigungen, Missbrauch und entwürdigende Aufnahmerituale zum Alltag der Truppe gehören? Meint die Ministerin im Ernst Kitaplätze und neuen Uniformen für schwangere Soldatinnen würden die Bundeswehr zur frauenfreundlichen „Friedensarmee“ machen?

Wir fordern umfassende staatsanwaltliche Ermittlungen und strafrechtliche Verfolgung aller Beteiligten!

Frauenverband Courage e.V., Bundesvorstand, 01.09.2017

1 www.vorwaerts.de/artikel/rechtsrock-hitlergruss-so-will-spd-probleme-bundeswehr-loesen
2 Eigenwerbung Bundeswehr

Erklärung zum Ausdrucken und Weiterverbreiten
 
Frauenverband Courage